Heimkehr [Creepy Poem]

Ich komme Heim so denk ich’s mir
doch alles ist so anders hier
Die Blume dort war noch nicht da
als gestern ich das Gras ansah

Das Nachbarshaus war doch nicht grau
erstrahlte doch in hellem weiß
Und eins das weiss ich ganz genau
die Frau im Garten war kein Greis

Der rost’ge Zaun stand doch nicht dort
wo einstmals uns’re Türe war
Was ist das für ein Fremder Ort
Was ist ein Traum, was ist noch wahr

Die Vögel die im Sommerwind
den Kreis um uns’re Strasse zieh’n
und irgendwie jetzt dunkler sind
und die grad statt zu zwitschern schrien

Errinern mich an Geier Schar’n
sie fliegen nun den Spielplatz an
Wo Kinder sonst gewesen warn
der so schnell nicht verrosten kann

verstörrt geh ich in unser Haus
und alles scheint mir so verzerrt
am liebsten ging ich jetzt hinaus
doch scheint der ausgang mir verwehrt

Ich geh die schiefe Treppe rauf
die wie im Wind knarrt und sich wiegt
seh meine Tür und dreh den Knauf
schreckstarr bei dem was vor mir liegt

Die Wände wie ein Schimmelsarg
das Sofablau ist längst verblasst
Was immer auch die Heizung barg
entlud sich faul und voller hast

Dann dreh ich mich zum Spiegel um
der halb gesprungen vor mir liegt
Ich schrei fast und doch bleib ich stum
Als alte Haut im Glas sich wiegt …

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